"Pflege-Digitalisierung" fordert IT-Investitionen als eigenen Kostenblock

Von myneva - 23. 06. 2020

Die Corona-Pandemie zeigt einprägsam auf, dass es in der Sozialwirtschaft an vielen Stellen aufholbedarf gibt. Oft fehlt die Technologie zur virtuellen Kommunikation, weil die finanziellen Mitteln dafür nicht vorhanden sind – häufig fehlt auch das nötige Wissen, um die Tools im Arbeitsalltag anzuwenden. Dazu kommt, dass es an einer leistungsfähigen Netzwerk-Infrastruktur mangelt.

myneva unterstützt die Forderung der Initiative „Pflege-Digitalisierung“ nach „Berücksichtigung von IT-Investitionen und IT-Betriebskosten in den (Selbst-)Kostenkalkulationen von Pflege-, Behinderten- und Jugendhilfe-Einrichtungen.“

Unser Geschäftsführer Hartmut Clausen möchte mehr Entlastung, vor allem für die Mitarbeitenden:

„Bereits zu meiner Zeit in verantwortlichen Positionen sowohl in Bereichen der Eingliederungshilfe als auch der Altenhilfe habe ich erlebt, dass Innovationen und bessere Abläufe nicht umsetzbar waren, weil sie nicht refinanziert wurden. Dieses ist ein großes Hemmnis bei der Modernisierung aller sozialen Dienstleistungen. Einerseits fordern wir mit Recht Entlastung für die Mitarbeitenden und andererseits werden hierfür aber Mittel nicht nachhaltig zur Verfügung gestellt. Dieses Dilemma gilt es aufzulösen zum Wohle aller – vor allem der Mitarbeitenden.“

Pflege-Digtalisierung“ ist eine Initiative des Digitalverbandes FINSOZ e. V.. Ziel der Initiative ist es, deutsche Gesundheits- und Sozialeinrichtungen flächendeckend mit einer digitalen Infrastruktur, Digital-Technologien und Assistenz-Systemen auszustatten.