Neue Trendstudie zur Pflege zeigt: Digitalisierung spart Zeit, doch Deutschlands Pflege bleibt am Limit

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myneva

Pressemitteilung
  • 60,9 Prozent der Befragten sparen durch digitale Systeme mindestens zehn Prozent ihrer Arbeitszeit
  • 79,1 Prozent berichten, dass die gewonnene Zeit von weiteren Aufgaben absorbiert wird
  • Bei den 40- bis 49-Jährigen erwarten 71,9 Prozent, dass digitale Lösungen für die Arbeitsqualität unverzichtbar werden
  • Sechs von zehn Befragten arbeiten bislang ohne mobile Apps für Mitarbeitende

Essen, 23. September 2026 – Digitale Systeme erzielen in der Pflege und im Sozialwesen messbare Produktivitätsgewinne: 60,9 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte in Deutschland geben an, dadurch mindestens zehn Prozent ihrer Arbeitszeit einzusparen. 34,0 Prozent erreichen eine Ersparnis von mindestens 20 Prozent. Gleichzeitig stimmen 79,1 Prozent der Aussage zu, dass die gewonnene Zeit zu großen Teilen von anderen Aufgaben im Arbeitsalltag aufgebraucht wird.

Das zeigt die neue Trendstudie Pflege & Soziales 2026 von myneva. Das unabhängige Marktforschungsinstitut Civey hat dafür 3.525 Fach- und Führungskräfte in sieben europäischen Ländern befragt, darunter 1.004 Personen in Deutschland.

Digitale Systeme schaffen messbare Zeitgewinne

Digitale Lösungen sind in vielen Einrichtungen bereits Teil des Arbeitsalltags. 63,5 Prozent der Befragten nutzen Dokumentationssoftware, 48,9 Prozent eine digitale Dienstplanung und 32,1 Prozent KI-gestützte Systeme, beispielsweise für Spracheingabe oder Datenanalyse.

Beim mobilen Arbeiten besteht dagegen weiterhin eine deutliche Lücke: Nur 40,3 Prozent nutzen mobile Apps für Mitarbeitende. Damit arbeiten knapp sechs von zehn Befragten bislang ohne solche Anwendungen.

Die größten Zeitgewinne entstehen bei der Dokumentation: 62,8 Prozent berichten hier von Einsparungen. Die dadurch entstehenden Zeitreserven nutzen 44,8 Prozent für eine bessere Dokumentation, 39,8 Prozent für ihre persönliche Entlastung und 38,7 Prozent für mehr Zeit mit Klientinnen, Klienten, Patientinnen und Patienten. Mehrfachnennungen waren möglich.

Der Arbeitsdruck bleibt hoch

Die Effizienzgewinne führen bislang nicht automatisch zu freien Kapazitäten. 77,3 Prozent bewerten ihre tägliche Arbeitsbelastung als hoch oder sehr hoch. Bei 73,0 Prozent arbeitet das Team häufig an der Kapazitätsgrenze. Zudem verbringen 43,4 Prozent täglich mehr als eine Stunde mit Dokumentation und administrativen Aufgaben. 80,8 Prozent werden mindestens dreimal pro Arbeitstag unterbrochen.

„Digitale Systeme sparen bereits messbar Zeit. Der Kapazitätsdruck ist jedoch so hoch, dass diese Zeit häufig sofort von anderen Aufgaben absorbiert wird. Der nächste Schritt ist deshalb ein digitaler Assistent, der in die Arbeitsabläufe integriert ist, den jeweiligen Kontext versteht und relevante Informationen zur richtigen Zeit bereitstellt. So können aus technischer Effizienz mehr Kapazität und mehr Zeit für eine hochwertige Betreuung entstehen“, sagt Dieter Weißhaar, CEO der myneva Group.

Die mittlere Generation setzt besonders auf digitale Lösungen

68,4 Prozent aller Befragten halten es für wahrscheinlich, dass digitale Lösungen künftig unverzichtbar für die Qualität ihrer Arbeit werden. Besonders hoch ist die Zustimmung bei den 40- bis 49-Jährigen: In dieser Altersgruppe erwarten 71,9 Prozent, dass digitale Lösungen künftig für die Arbeitsqualität unverzichtbar sein werden. Das ist der höchste Wert unter den ausgewerteten Altersgruppen.

60,2 Prozent aller Befragten sehen in guten digitalen Lösungen zudem einen wichtigen Beitrag zur Bindung von Fachkräften. Auch gegenüber KI-gestützten Systemen ist die Haltung mehrheitlich positiv: 62,6 Prozent erwarten einen positiven Einfluss auf ihren Arbeitsalltag.

Bislang fühlen sich 50,8 Prozent gut oder sehr gut für den Einsatz KI-gestützter Systeme befähigt. Als Voraussetzungen für eine breitere Nutzung nennen die Befragten vor allem mehr Schulungen, mehr Zeit für die Einarbeitung, eine höhere technische Sicherheit und klare Datenschutzregeln.

Kostenloser Download der vollständigen Studie

Die vollständige Trendstudie Pflege & Soziales 2026 enthält weitere Ergebnisse aus Deutschland und sechs anderen europäischen Ländern. Sie untersucht Arbeitsbelastung, administrative Anforderungen, Digitalisierung, Zeitersparnis, Qualität und den Bedarf an intelligenten digitalen Assistenten.

Die Studie steht ab dem 23. September 2026 kostenlos auf der myneva Website zum Download bereit:

www.myneva.eu/studie-pflege-soziales-2026

Über die Studie

Die Trendstudie Pflege & Soziales 2026 wurde von der myneva Group GmbH beauftragt und vom unabhängigen Marktforschungsinstitut Civey durchgeführt. Befragt wurden 3.525 Fach- und Führungskräfte aus der Pflege und dem Sozialwesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Finnland und Schweden. Die Feldzeit lief vom 15. Mai bis 1. Juni 2026. Die deutsche Stichprobe umfasst 1.004 Befragte. Bei Fragen mit Mehrfachauswahl können die Prozentwerte in Summe mehr als 100 Prozent ergeben.

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Über die myneva Group

Die myneva Group zählt zu den führenden europäischen Softwareanbietern im sozialen Sektor – mit einem starken Fokus auf Digitalisierung und Innovation. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Essen, mehr als 460 Mitarbeitende arbeiten an 19 Standorten. Heute vertrauen über 6.400 Institutionen auf die Lösungen von myneva: 610.000 Nutzerinnen und Nutzer werden durch die Software in ihrem Arbeitsalltag unterstützt und betreuen rund 1,7 Millionen Klientinnen und Klienten in acht europäischen Ländern.

Geleitet von starken Werten wie Vertrauen, Wertschätzung und Verantwortung deckt myneva alle Bereiche des sozialen Sektors ab – von Altenpflege über Eingliederungshilfe bis hin zur Kinder- und Jugendhilfe sowie Sozialhilfe. Das Engagement des Unternehmens zeigt sich in benutzerfreundlichen Softwarelösungen und der engen Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren, mit dem Ziel, die Versorgung zu verbessern und neue Perspektiven im sozialen Sektor zu schaffen.

 

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