Neue Trendstudie zur Pflege: Schweiz europaweit vorn bei digitaler Zeitersparnis
myneva
Fast jede zweite Fachkraft spart durch digitale Systeme mindestens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit. Gleichzeitig wird der Zeitgewinn bei 83,7 Prozent von weiteren Aufgaben absorbiert.
-
47,8 Prozent sparen mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit – gegenüber 37,6 Prozent im europäischen Gesamtergebnis
-
83,7 Prozent berichten, dass die gewonnene Zeit von weiteren Aufgaben absorbiert wird
-
Bei den 40- bis 49-Jährigen ist die KI-Nutzung mit 43,7 Prozent am höchsten
-
55,7 Prozent berichten keine Nutzung mobiler Apps für Mitarbeitende
Risch-Rotkreuz/Essen, 23. September 2026 – Digitale Systeme erzielen in der Schweizer Pflege und im Sozialwesen messbare Produktivitätsgewinne: 47,8 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte sparen dadurch mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit. Im europäischen Gesamtergebnis sind es 37,6 Prozent. Mindestens zehn Prozent Arbeitszeit sparen in der Schweiz 68,0 Prozent der Befragten.
Gleichzeitig stimmen 83,7 Prozent der Aussage zu, dass die gewonnene Zeit von weiteren Aufgaben absorbiert wird. Das zeigt die neue Trendstudie Pflege & Soziales 2026 von myneva. Das unabhängige Marktforschungsinstitut Civey hat dafür 3’525 Fach- und Führungskräfte in sieben europäischen Ländern befragt, darunter 206 Personen in der Schweiz.
Die Schweiz nutzt digitale Systeme besonders wirksam
69,9 Prozent der Befragten in der Schweiz nutzen digitale Lösungen häufig oder sehr häufig. Dokumentationssoftware ist bei 61,6 Prozent im Einsatz, digitale Dienstplanung bei 57,6 Prozent und mobile Anwendungen für Mitarbeitende bei 44,3 Prozent. Bei der digitalen Dienstplanung erreicht die Schweiz den höchsten Wert der sieben untersuchten Länder.
Beim mobilen Arbeiten besteht jedoch weiterhin Potenzial: 55,7 Prozent berichten keine Nutzung mobiler Apps für Mitarbeitende.
Zeitgewinne entstehen besonders bei der Dokumentation mit 57,6 Prozent, bei Organisation und Planung mit 50,6 Prozent sowie bei der Informationssuche mit 48,9 Prozent. Im europäischen Gesamtergebnis berichten 40,8 Prozent von Zeitgewinnen bei Organisation und Planung. In diesem Bereich liegt die Schweiz damit deutlich über dem europäischen Vergleichswert.
Die Zeitgewinne kommen Fachkräften und betreuten Menschen zugute
Die gewonnene Zeit wird in der Schweiz vor allem für eine bessere Dokumentation mit 47,3 Prozent und die Abstimmung im Team mit 44,6 Prozent genutzt. Bei der Teamkoordination liegt der europäische Vergleichswert lediglich bei 31,5 Prozent.
38,0 Prozent verwenden die gewonnene Zeit für eine intensivere Betreuung von Klientinnen, Klienten, Patientinnen und Patienten. 37,5 Prozent nutzen sie zur Reduzierung von Stress, 30,4 Prozent für ihre persönliche Entlastung und 27,2 Prozent zum Abbau von Überstunden. Die Ergebnisse zeigen damit, dass digitale Zeitgewinne sowohl den betreuten Menschen als auch den Beschäftigten zugutekommen können. Mehrfachnennungen waren möglich.
Der Zeitgewinn schafft noch keine freie Kapazität
Trotz der messbaren Effizienzgewinne bleibt der Kapazitätsdruck hoch. 83,7 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die eingesparte Zeit von anderen Aufgaben aufgebraucht wird. Im europäischen Gesamtergebnis sind es 80,6 Prozent.
73,3 Prozent bewerten ihre tägliche Arbeitsbelastung als hoch oder sehr hoch. Bei 66,0 Prozent arbeitet das Team häufig an der Kapazitätsgrenze. Zudem wenden 49,5 Prozent täglich mehr als eine Stunde für Dokumentation und administrative Aufgaben auf.
„Die Schweizer Ergebnisse zeigen, dass Digitalisierung bereits erhebliche Zeitgewinne schafft. Unter hohem Kapazitätsdruck wird diese Zeit jedoch häufig sofort wieder gebunden. Der nächste Schritt ist ein digitaler Assistent, der in die Arbeitsabläufe integriert ist, den jeweiligen Kontext versteht und relevante Informationen zur richtigen Zeit bereitstellt. So können aus Zeitersparnis mehr Kapazität, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Zeit für die betreuten Menschen entstehen“, sagt Dieter Weißhaar, CEO der myneva Group.
Die mittlere Generation nutzt KI besonders häufig
Insgesamt nutzen 34,5 Prozent der Befragten in der Schweiz bereits KI-gestützte Systeme. Am höchsten ist der Anteil bei den 40- bis 49-Jährigen: In dieser Altersgruppe berichten 43,7 Prozent von einer Nutzung.
Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass erfahrenere Fachkräfte grundsätzlich stärker von KI überzeugt sind als jüngere. Einen positiven Einfluss auf den Arbeitsalltag erwarten 67,7 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 67,3 Prozent der 40- bis 49-Jährigen.
Digitale Lösungen werden zum Qualitätsfaktor
72,8 Prozent erwarten, dass digitale Lösungen künftig für die Qualität ihrer Arbeit unverzichtbar werden. Unter den 40- bis 49-Jährigen liegt dieser Anteil sogar bei 80,0 Prozent. Zudem sehen 59,7 Prozent in guten digitalen Lösungen einen grossen oder eher grossen Beitrag zur Bindung von Fachkräften.
63,6 Prozent erwarten einen positiven Einfluss KI-gestützter Systeme auf ihren Arbeitsalltag. Für deren Einsatz fühlen sich bislang 55,8 Prozent gut oder sehr gut befähigt. Als wichtigste Voraussetzungen nennen die Befragten eine höhere technische Sicherheit mit 42,2 Prozent, mehr Schulungen mit 39,8 Prozent, klare Datenschutzregeln mit 37,9 Prozent und mehr Zeit für die Einarbeitung mit 35,4 Prozent.
Kostenloser Download der vollständigen Studie
Die vollständige Trendstudie Pflege & Soziales 2026 enthält weitere Ergebnisse aus der Schweiz und sechs anderen europäischen Ländern. Sie untersucht Arbeitsbelastung, administrative Anforderungen, Digitalisierung, Zeitersparnis, Qualität und den Bedarf an intelligenten digitalen Assistenten.
Die Studie steht ab dem 23. September 2026 kostenlos auf der Schweizer myneva-Website zum Download bereit:
www.myneva.eu/studie-pflege-soziales-2026
Über die Studie
Die Trendstudie Pflege & Soziales 2026 wurde von der myneva Group GmbH beauftragt und vom unabhängigen Marktforschungsinstitut Civey durchgeführt. Befragt wurden 3.525 Fach- und Führungskräfte aus der Pflege und dem Sozialwesen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Finnland und Schweden. Die Feldzeit lief vom 15. Mai bis 1. Juni 2026. Die Schweizer Stichprobe umfasst 206 Befragte. Bei Fragen mit Mehrfachauswahl können die Prozentwerte in Summe mehr als 100 Prozent ergeben.
Diese Pressemitteilung können Sie hier herunterladen:
Über die myneva Group
Die myneva Group zählt zu den führenden europäischen Softwareanbietern im sozialen Sektor – mit einem starken Fokus auf Digitalisierung und Innovation. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Essen, mehr als 460 Mitarbeitende arbeiten an 19 Standorten. Heute vertrauen über 6.400 Institutionen auf die Lösungen von myneva: 610.000 Nutzerinnen und Nutzer werden durch die Software in ihrem Arbeitsalltag unterstützt und betreuen rund 1,7 Millionen Klientinnen und Klienten in acht europäischen Ländern.
Geleitet von starken Werten wie Vertrauen, Wertschätzung und Verantwortung deckt myneva alle Bereiche des sozialen Sektors ab – von Altenpflege über Eingliederungshilfe bis hin zur Kinder- und Jugendhilfe sowie Sozialhilfe. Das Engagement des Unternehmens zeigt sich in benutzerfreundlichen Softwarelösungen und der engen Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren, mit dem Ziel, die Versorgung zu verbessern und neue Perspektiven im sozialen Sektor zu schaffen.
Presse- und Medienanfragen
Sie haben Fragen rund um myneva? Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Ihre Fragen zu beantworten.