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Telematikinfrastruktur in der Pflege – Schritt für Schritt zur TI-Anbindung

Seit Juli 2025 ist die Telematikinfrastruktur (TI) für Pflegeeinrichtungen verpflichtend. Erfahren Sie jetzt, wie Sie Ihre Einrichtung sicher anbinden, Fördermittel ausschöpfen und die Vorteile der digitalen Vernetzung im Pflegealltag nutzen.

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Vanessa Gerdung

Veröffentlicht: 25.08.2025
Inhaltsverzeichnis
Ab wann wird die TI Pflicht?
Fördermittel nutzen: Finanzierung der TI
Welche Vorteile haben Einrichtungen durch die TI?
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur TI-Anbindung
Sichere Anbindung an die TI mit myneva
Fazit: Ihr Weg in eine vernetzte Pflegewelt

Stellen Sie sich vor, eine neue Klientin kommt in Ihre Pflegeeinrichtung. Bisher hieß es: Arztbriefe anfordern, Befunde einscannen, Medikamentenpläne abtippen. Wertvolle Zeit verstreicht, bevor alle Informationen vollständig vorliegen. Seit dem 01.07.2025 geht das auch anders: Mit der Telematikinfrastruktur (TI) können Sie sofort auf relevante medizinische Daten zugreifen. 

Die Telematikinfrastruktur ist ein sicheres digitales Netzwerk, an dem alle Akteure im Gesundheitswesen teilnehmen. Dazu gehören Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und andere Leistungserbringer. Die TI in der Pflege verbindet diese verschiedenen Stellen und gewährleistet den sicheren Austausch von medizinischen Informationen und Daten.

 

Ab wann wird die TI Pflicht?

Wo ist nur die Zeit geblieben? Als im Juni 2021 die verpflichtende Anbindung an die Telematikinfrastruktur beschlossen wurde, schien der Stichtag noch weit entfernt. Doch seit dem 09.06.2021 steht fest: 

  • 01.07.2025: Alle Pflegeeinrichtungen müssen an die TI angeschlossen sein. 
  • 01.12.2026: Die vollelektronische Abrechnung über die TI wird Pflicht. 

Die erste Frist ist bereits verstrichen – und dennoch sind viele Pflegeeinrichtungen bis heute nicht an die TI angebunden. Wer die Umsetzung weiter hinauszögert, riskiert mehr als nur organisatorische Probleme. Es drohen rechtliche Konsequenzen – von Bußgeldern bis hin zum Entzug der Betriebserlaubnis. Darüber hinaus wird die Aufrechterhaltung des Betriebs ohne TI-Anbindung zunehmend schwierig, denn der gesamte Datenaustausch im Gesundheitswesen erfolgt künftig über dieses Netzwerk. Alternative Kommunikationswege werden Schritt für Schritt abgeschaltet. 

 

Fördermittel nutzen: Finanzierung der TI 

Die Anbindung an die TI ist förderfähig und muss nicht allein aus Eigenmitteln finanziert werden. Pflegeeinrichtungen können die entstehenden Kosten über TI-Pauschalen der gesetzlichen Krankenversicherung refinanzieren. 

  • Grundpauschale: Monatliche Pauschale, die dauerhaft gezahlt wird, solange die TI-Anbindung und alle Voraussetzungen erfüllt sind. 
  • Zuschläge: Zusätzlich zur Grundpauschale gibt es zwei laufende Zuschlagspauschalen pro Monat. Diese ergänzen die Grundpauschale unabhängig von den tatsächlich entstandenen Ausgaben. 

Der Antrag wird zentral beim GKV-Spitzenverband über das Antragsportal gestellt. Um die Förderung vollständig zu erhalten, ist eine sorgfältige buchhalterische Erfassung aller relevanten Ausgaben entscheidend. So stellen Sie sicher, dass keine erstattungsfähigen Kosten übersehen werden. 

 

Welche Vorteile haben Einrichtungen durch die TI? 

Auch wenn die TI zunächst als gesetzliche Pflicht kommt, bietet sie weit mehr als nur die Erfüllung von Vorgaben. Sie ist ein wichtiger Schritt in Richtung digital vernetzte Pflege. 

Vorteile der Telematikinfrastruktur: 

  • Sicherer Datenaustausch: Verschlüsselte Kommunikation mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und anderen Pflegeanbietern. 
  • Schnellere Prozesse: Informationen sind sofort verfügbar – ohne lange Wartezeiten auf Arztbriefe oder Befunde. 
  • Bessere Vernetzung: Durch Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA), den TI-Messenger (KIM) und elektronische Verordnungen (eVO) wird die Zusammenarbeit im Versorgungsnetzwerk effizienter. 
  • Zukunftsfähigkeit: Künftige digitale Anwendungen wie Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) oder neue eHealth-Dienste lassen sich direkt nutzen. 



Sie benötigen Hilfe?

Jetzt Unterstützung bei der TI-Anbindung anfragen!

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur TI-Anbindung 

  1. Bedarf klären & Finanzierung sichern – Prüfen Sie Ihre IT-Infrastruktur und ermitteln Sie, welche Hardware, Software und Dienste benötigt werden.

  2. Zugangsdaten & Karten beantragen – SMC-B, eHBA und eine KIM-Adresse bei den zuständigen Stellen anfordern.

  3. TI-Anbindung mit myneva umsetzen – Als erfahrener und etablierter Softwareanbieter begleiten wir Sie zuverlässig bei der vollständigen Anbindung an die Telematikinfrastruktur – von der ersten Planung bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme. Erfahren Sie hier mehr!

  4. Anbindung einrichten – Die Anbindung an die TI kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Unsere cloudbasierte Lösung kommt ohne zusätzliche Hardware aus und ermöglicht den sicheren Zugang über einen verschlüsselten VPN-Tunnel. Das reduziert den Installationsaufwand und sorgt für eine reibungslose Integration in Ihre bestehende IT-Umgebung.

  5. Mitarbeitende schulen – Schulungen sorgen für sicheren Umgang mit den TI-Komponenten und den neuen Prozessen.

  6. Go-Live & laufende Betreuung – Start der produktiven Nutzung und fortlaufende Systempflege, inklusive Updates und Sicherheitsprüfungen. 

 

Sichere Anbindung an die TI mit myneva 

Als erfahrener Digitalisierungspartner im Gesundheits- und Sozialwesen begleitet myneva Pflegeeinrichtungen Schritt für Schritt auf dem Weg zur TI-Anbindung – von der Planung bis zum laufenden Betrieb. Unsere branchenspezifische Pflegesoftware ist vollständig TI-kompatibel und lässt sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe integrieren. 

Wir unterstützen Sie bei der Beantragung aller notwendigen Zugangsdaten und Karten (SMC-B, eHBA, KIM-Adresse), der Installation und Konfiguration der TI-Anbindung, der Schulung Ihrer Mitarbeitenden für einen sicheren Umgang mit den neuen Prozessen sowie beim Support im laufenden Betrieb inklusive regelmäßiger Updates und Sicherheitsprüfungen. 

Dank unserer Erfahrung aus internationalen Projekten und der aktiven Teilnahme an Pilotvorhaben in Deutschland profitieren Sie von bewährten Best Practices und einer sicheren, zukunftsfähigen Lösung – individuell abgestimmt auf Ihre Einrichtung. 

Jetzt handeln! TI-Anbindung mit myneva anfragen! 

 

Fazit: Ihr Weg in eine vernetzte Pflegewelt 

Die Telematikinfrastruktur ist weit mehr als nur eine gesetzliche Vorgabe – sie ist ein zentraler Baustein für eine moderne, vernetzte und effiziente Pflege. Die Frist zur verpflichtenden Anbindung ist bereits verstrichen, dennoch sind viele Pflegeeinrichtungen bis heute nicht angebunden. Damit bleiben nicht nur die Vorteile der TI ungenutzt, sondern es entstehen auch rechtliche und organisatorische Risiken. 

Wer jetzt handelt, minimiert nicht nur Risiken, sondern sichert sich auch die Vorteile einer modernen TI-Anbindung – von reibungslosen Abläufen über eine stärkere Vernetzung bis hin zu neuen digitalen Möglichkeiten, die den Pflegealltag nachhaltig erleichtern. 

 

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